Jetzt abfahren zur Fahrradstadt Krefeld!

Über 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer besuchten die verschiedenen Veranstaltungen des „Krefelder Radschlag“, organisiert von Werkhaus e. V. und dem FahrRad Aktionskreis Krefeld. Sie staunten über die bahnbrechende Verkehrskonzepte und Verhaltensweisen in den Niederlanden, informierten sich über aktuelle Entwicklungen in Krefeld, radelten mit Experten durch die Stadt und diskutierten über konkrete Verbesserungen vor Ort, aber auch über grundsätzliche Wendepunkte in der Verkehrspolitik.

Die Bandbreite der Gäste reichte von interessierten Krefelder Bürgern über Politiker (fast) aller Fraktionen bis hin zu Verkehrsexperten und Gästen aus den Nachbarstädten. Bürgeremeisterin Gisela Klaer leitete die Konferenz mit einem Grußwort ein.

Breit gefächert war die Liste der Referenten: Ulrich Kalle, Verkehrsplaner und früherer Geschäftsführer des ADFC NRW beeindruckte mit Bildern vom verkehrsplanerischen Handwerkszeug unserer niederländischen Nachbarn, während die amerkanisch-niederländische Verkehrswissenschaftlerin Meredith Glaser einen Einblick in die Denk- und Verhaltensmuster der Amsterdamer gab, aber auch darauf hinwies, dass jede Gesellschaft ihren eigenen Weg hin zu einer integrierten Stadt- und Verkehrsplanung finden muss.

Dazu passte der von Ulrich Cloos (Stadtmarketing Krefeld) Vortrag über die fahrradbezogenen Elemente der Kampagne „Krefelder Perspektivwechsel“ mit der deutlichen Mahnung, dass Radfahren nicht nur eine Spaßveranstaltung am Wochenende ist, sondern vor allem Alltagsverkehr. Eine gute Überleitung zu den interessanten Ausführungen der Architektin Claudia Schmidt (Gestaltungsbeirat der Stadt Krefeld) über Entwicklungspotenziale für den Fahrradverkehr innerhalb der Krefelder Wälle, aber auch in der gesamten City.

Mit diesen Informationen im Gepäck gingen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Samstag auf verschiedene Exkursionen im Stadtgebiet, um nach einigen erfrischenden Regenschauern beim „World Café“ Probleme im Fahrradverkehr zu analysieren und Lösungen aufzuzeigen.

Zum Abschluss des Tages diskutierte Moderator Harry von Bargen mit Juliane Kemen (wiss. Mitarbeiterin der FG Alltagsmobilität und Verkehrssysteme Dortmund), Martin Linne (Planungsdezernent Stadt Krefeld), Martin Tönnes (Regionalverband Ruhr für die Planung des RS1) und Andreas Domanski (Vors. ADFC Krefeld – Kreis Viersen) darüber, wie Fahrradfahren in Krefeld komfortabler und sicherer und der Radverkehrsanteil weiter gesteigert werden kann.

Auf einem radverkehrspolitischen Frühschoppen wurden am Sonntag die wichtigsten Ergebnisse zusammengefasst und erste Pläne für die Umsetzung geschmiedet.

Noch vor Ostern wollen die Veranstalter die Ergebnisse der Konferenz mit Vorschlägen für eine Verkehrswende in Krefeld veröffentlichen.

Text mit freundlicher Genehmigung von Andreas Domanski, im Original auf ADFC-NRW.de.